Studie: Automatische Imitation und Konsum.

Menschen passen ihr Ess- und Trinkverhalten oft an das von anderen Personen an. Aber reicht allein schon die bloße Beobachtung einer Bewegung einer anderen Person aus, das Konsumverhalten zu beeinflussen? In der vorliegenden Studienreihe untersuchten Oliver Genschow, Arnd Florack und Michael Wänke genau diese Frage.

In der Studienreihe der Forscher wurden Probanden unter dem Vorwand eingeladen, den Geschmack eines neuen Fitnessgetränks zu beurteilen. Während sie einen Fragebogen ausfüllten und ein Getränk testeten, wurde den Probanden ein Video mit einem Sportler gezeigt. Die eine Hälfte der Probanden sah ein Video, in dem der gezeigte Sportler eine Hantelstange anhob, also zu sich hin bewegte. Die andere Hälfte der Versuchspersonen sah den Sportler als er eine Hantel von sich weg stemmte.

Die Bewegung im Video hatte in der Studie interessanterweise einen Einfluss auf die Trinkmenge der Probanden. Die Probanden tranken mehr von dem Fitnessgetränk, wenn die Bewegung des Sportlers mit der Trinkbewegung übereinstimmte. Es wurde durch die Beobachtung des Sportlers also eine kompatible Bewegung (das Trinken) unterstützt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Imitation auch über verschiedene Kontexte (Hantel heben vs. Getränk heben) hinweg stattfindet.

 

Wissenschaftliche Publikation zu dem Thema

Genschow, O., Florack, A., & Wänke, M. (2013). The power of the movement: Evidence for context-independent movement imitation. Journal of Experimental Psychology: General, 14, 763-773.

Weitere Publikation zum Thema

Florack, A., Genschow, O. (2010). Soziale Chamäleons. Geist & Gehirn, 4, 20-25.

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